Sonnabend, 29. April, 10.00 Uhr, Festakt in der Aula

Die Aula war fast voll besetzt. Der Jubiläumsjahrgang 50 Jahre Abitur war besonders stark vertreten.

Festrede des Herrn Dr. Schmaling, Schulleiter

Begrüßung der Ehrengäste und der Anwesenden!

Herr Dr. Schmaling hieß alle, natürlich wieder an einem traditionell sonnigen Frühlingsvormittag, in unserer Aula herzlich willkommen. Die Francisceumsglocke, die nur zu besonderen Anlässen bedient wird, läutete den Festakt ein.

In seiner Festrede sagte er, dass es ihm eine große Freude sei, die Anwesenden im altehrwürdigen Francisceum begrüßen zu dürfen. Für viele bedeute es, große Entfernungen, ja auch Schwierigkeiten auf sich zu nehmen, um nach Zerbst zu kommen. Damit bekundeten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler wieder einmal ihre enge Bindung und Anhänglichkeit zu ihrer Schule. Auch das letztjährige Schultreffen war für alle, die so zahlreich nach Zerbst gekommen waren, ein Erlebnis und ein Fest edler Freude und eine Festigung alter Freundschaften, und es gab oft nach vielen Jahren des Wiedersehens viel, ja sehr viel zu erzählen. Wenn die einzelnen Jahrgänge auch noch so große Altersunterschiede trennen, eines haben alle Epochen unserer so langen Schulgeschichte gemeinsam: eine wunderbare Tradition- die Anhänglichkeit und Treue ehemaliger Schüler zu ihrer alten Schule mit dem Bewusstsein eines tätigen Zusammengehörigkeitsgefühls. Das muss so bleiben!

Besonders herzlich begrüßt wurde der Jubiläumsjahrgang 50 Jahre Abitur. Gewürdigt wurde auch das 60jährige Abiturjubiläum von Frau Ursula Winkelmann geb. Hoffmann. Leider war Frau Winkelmann die einzige Teilnehmerin ihres Jahrgangs.

Herr Dr. Schmaling begrüßte insbesondere auch Herrn Herbert Rey. Herr Rey hat sein gerade erst erschienenes Buch "Das kosmische Wesen Mensch im Jahr 2000" der Festveranstaltung gewidmet, dafür bedankte sich Herr Dr. Schmaling recht herzlich. Das Buch wird den 25 besten Abiturienten des Jahrgangs 2000 als Lebensbegleiter übereignet.

Danach ging Herr Dr. Schmaling auf die verschiedenen Generationen der Schüler der Bildungsanstalt ein. Er betonte, dass bei allen Treffen mit Schulkameraden die eine Frage immer dominant sei: "Weist Du noch, erinnerst Du dich noch?" 

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Bilder von ehemaligen Francisceern während der Festveranstaltung. (ca.80KB)

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Das Hineinversetzen in die Schulzeit zeigt Wirkung, es führt zurück in die Jugend, kann beflügeln und Schmerz und Kummer vergessen lassen.

Das Francisceum legte zu jeder Zeit auf wichtige Normen und Verhaltensweisen großen Wert und wird sie weiterhin hegen und pflegen. Die heutigen Schüler sind jedoch nicht die, die vor 50 Jahren die Schule besuchten. Mit der Veränderung der Gesellschaft verändert sich auch die Persönlichkeit. Das Gefühl der Verbundenheit mit dem Gymnasium ist bei den jungen Francisceern noch nicht genügend vorhanden, dies kommt erst nach und nach mit wachsendem Alter.

Der Förderverein Francisceum Zerbst e. V. begeht in diesem Jahr sein 10jähriges Jubiläum seit seiner Gründung. Herr Dr. Walter Schnelle, der damalige Vorsitzende des Fördervereins, wurde herzlich begrüßt. Herr Dr. Schmaling sagte: "Oft werden wir von Besuchern unserer Schule angesprochen, wie es gelang in den letzten Jahren dies alles zu schaffen. Wir verweisen dann auf die rührige, uneigennützige und selbstlose Arbeit des Fördervereins sowie der so reichlichen Spenden ehemaliger Schüler und Freunde des Francisceums, die den Verein und die Schule in die glückliche Lage versetzten, zu Ihrer aller Freude diese so wesentlichen Schritte zur weiteren Verschönerung und Ausgestaltung der Schule zu realisieren. So wird unsere Schule immer mehr zum Anziehungspunkt und bei vielen Besuchern in bleibender Erinnerung an Zerbst. Deshalb sei hier von dieser Stelle auch das Wirken unseres Fördervereins entsprechend herausgestellt. Der Verein hat viel erreicht, um die Fortführung der alten Schultradition und um Sorge um den Erhalt der Bausubstanz hat er Hervorragendes geleistet. Die Vorstandsmitglieder arbeiten mit höchsten Engagement." Herr Dr. Schmaling bedankte sich dafür.

Herr Dr. Schmaling erläuterte die Aufgaben der Stiftung. Die Zweiteilung der Aufgaben im Interesse der gemeinsamen Sache bewies sich als außerordentlich günstig.

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